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Warum wir zurückblicken müssen, um unser Leben gestalten zu können



Matroschkas



Ein erklärender Einblick in die Kurs-Reihe „Endlich – Alte Wunden liebevoll integrieren und Selbstwirksamkeit stärken“


Je älter wir werden, desto häufiger richtet sich unser Blick zurück. Das ist nur allzu verständlich: Die Zeit hinter uns ist länger als die, die noch vor uns liegt. Sie ist vertraut, bekannt, abgeschlossen – zumindest scheinbar. In ihr lauern keine Überraschungen mehr. Das gibt uns ein Gefühl von Sicherheit.

Das Morgen hingegen kennen wir nicht. Es ist offen, ungewiss, manchmal beängstigend. Und so wenden wir uns – bewusst oder unbewusst – der Vergangenheit zu. Doch warum tun wir das so häufig, anstatt uns dem Hier und Jetzt zuzuwenden, der einzigen Zeit, die wir tatsächlich beeinflussen und gestalten können?


Biografiearbeit: zurückblicken, um zu verstehen

Biografiearbeit setzt genau hier an. Sie lädt dazu ein, zurückzuschauen – nicht aus Nostalgie und nicht aus Selbstanalyse, sondern um zu verstehen, wie wir an den Punkt gekommen sind, an dem wir heute stehen.

Es geht darum, Zusammenhänge zu erkennen: Welche Erfahrungen haben uns geprägt? Welche Entscheidungen waren möglich – und welche nicht? Welche Rollen haben wir übernommen, vielleicht sehr früh, vielleicht ganz selbstverständlich?

Dieses Verstehen eröffnet neue Handlungsspielräume. Denn wenn wir erkennen, wie Muster entstanden sind, können wir beginnen, uns von dem zu lösen, was uns heute nicht mehr dient.


Alte Wunden gehören zur Geschichte – aber sie müssen uns nicht festhalten

Wer sich mit der eigenen Lebensgeschichte beschäftigt, begegnet unweigerlich auch alten Wunden. Jede Frau trägt sie in sich. Doch nicht jede leidet gleichermaßen darunter. Manche Themen lassen sich gut anschauen, andere brauchen Abstand, Zeit oder Begleitung. Und manches ist zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht zugänglich – auch das ist in Ordnung.

Biografiearbeit respektiert dieses individuelle Tempo. Sie zwingt nicht, sondern öffnet Räume. Räume, in denen wir lernen können, das Vergangene nicht länger gegen uns zu wenden, sondern als Teil unserer Geschichte anzuerkennen.


Warum Verstehen Selbstwirksamkeit stärkt

Heute wissen wir, dass nicht nur unser aktueller Lebensstil – etwa der Umgang mit Stress, Beziehungen oder Ernährung – Spuren in uns hinterlässt. Auch frühe Erfahrungen und familiäre Prägungen wirken weiter. Oft unbewusst, manchmal generationsübergreifend.

Wenn wir nachhaltige Veränderung anstreben, kommen wir deshalb kaum daran vorbei, uns mit unserer Vergangenheit zu befassen. Selbstwirksamkeit entsteht dort, wo wir verstehen, was uns geprägt hat – und wo wir beginnen, bewusst mit diesem Wissen umzugehen. Damit meine ich jedoch nicht das Erfahren mit dem Verstand, sondern mit dem Gefühl. Wenn unsere Emotionen angesprochen werden, öffnet sich der innere Raum. Heilung ist dann möglich.


Biografiearbeit ist kein Rückzug – sondern ein Schritt nach vorn

Entgegen der verbreiteten Annahme ist Biografiearbeit kein rückwärtsgewandtes Beschäftigen mit „alten Geschichten“. Sie ist vielmehr eine Investition in das Heute und Morgen.

Je früher wir beginnen, das Erlebte einzuordnen, desto größer wird unser Gestaltungsspielraum. Wenn wir erkennen, was wir gelernt haben – selbst in schwierigen Zeiten –, können wir eine Haltung entwickeln, die uns trägt. Nicht alles liegt in unserer Hand. Doch wie wir dem begegnen, was uns widerfährt, sehr wohl.


Warum Veränderung Zeit braucht

In der Theorie klingt all das oft selbstverständlich. In der Praxis ist es das selten. Zu schnell greifen alte Muster. Zu vertraut sind Anpassung, Durchhalten und Zurückstellen eigener Bedürfnisse.

Viele Frauen haben früh gelernt, für andere da zu sein – und sich selbst dabei nicht im Blick zu behalten. Kreativität, Fantasie und Gestaltungsfreude sind dabei jedoch nicht verloren gegangen. Sie sind lediglich in den Hintergrund getreten. In der bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte dürfen sie wieder ihren Platz einnehmen.

Tiefe Veränderung braucht Zeit. Sie lässt sich nicht beschleunigen. Unsere Ungeduld und unsere vertrauten Muster stehen uns dabei oft im Weg. Genau hier kann Begleitung hilfreich sein: Ein Gegenüber sieht, was wir selbst übersehen. Gemeinsames Nachdenken eröffnet neue Perspektiven.


Heute ist vieles anders als früher

Der Blick auf das eigene Leben kann berühren – und manchmal auch überwältigen. Wir begegnen nicht nur dem, was wir lange beiseitegeschoben haben, sondern auch inneren Anteilen, die wir lieber nicht spüren wollten.

Doch heute sind wir erwachsen. Erfahrener. Widerstandsfähiger, als wir es oft glauben. Alte Themen dürfen heute in einem anderen Licht erscheinen und entsprechend eingeordnet werden.


Worum es in der Reihe „Endlich“ geht

Die Online-Kurs-Reihe „Endlich – Alte Wunden liebevoll integrieren und Selbstwirksamkeit stärken“ lädt dazu ein, das eigene Leben noch einmal bewusst zu betrachten – um die Geschichte neu zu schreiben und um es zu verstehen.

Verstehen, wie du die geworden bist, die du heute bist. Und daraus Kraft für dein Jetzt zu schöpfen.


Die Reihe bietet die einzigartige Verbindung von Neurographik und Biografiearbeit auf eine ruhige, kreative und achtsame Weise. Jedes Modul ist in sich abgeschlossen und einzeln buchbar. Die Arbeit findet in kleinen Gruppen oder auf Wunsch in individueller Begleitung statt.


Diese Reihe ersetzt keine Therapie. Sie versteht sich als ein Raum für bewusste Auseinandersetzung, Würdigung und neue innere Beweglichkeit. Wenn du dich gerade in psychotherapeutischer Behandlung befindest, sprich mich bitte vorab an, damit wir gemeinsam schauen können, ob dieses Angebot für dich im Moment passend ist.


Eine Einladung

Wenn dich diese Gedanken ansprechen und du Lust hast, dich deinem Leben auf eine kreative, reflektierte und achtsame Weise zuzuwenden, findest du hier weitere Informationen zur Workshop-Reihe „Endlich – Alte Wunden liebevoll integrieren und Selbstwirksamkeit stärken“:→ [Link zur Kursseite]



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